Plünderung der Pensionskassen

Die Nullrunde der Pensionskassen im Jahr 2011 waren nur der Anfang einer schlechten Prognose für die Auszahlung der Versicherten, denn auch die Deckung ist noch lange nicht gesichert. Gründe sind in der Demografie zu finden: Die Menschen leben langer und die Zinsen für Kapital sind derzeit so tief, dass keine Rendite gezahlt werden kann. Somit wird sogar mit einer Minderung der Auszahlung gerechnet.

Durch diese nicht erheiternden Aussichten entscheiden sich derzeit viele Versicherte zu einer sofortigen Auszahlung und verzichten somit auf die Rente. Hinzu kommen die nachsten Generationen, die mit einem hohen Kosum aufgewachsen sind und werden sich wahrscheinlich beim Eintritt ins Rentenalter für die Auszahlung des Kapitals entscheiden. Viele Spekulieren auch auf Leistungen der Regierung im Rentenalter. Das sprengt das System der 3 Säulen und steuert auf eine Altersarmut zu.

Versuche dieses Abrutschen zu verhindern setzen vor allem bei einer Beschränkung des Kapitals im Alter an oder bei einer Einschränkung der Auszahlung des Altersguthabens bis zu einem Alter von 40 Jahren. Auch Vorschläge zu einer Verpflichtung von einer Auszahlung einer Rente zu 75 Prozent sind im Gespräch. Das ubrige Kapital soll an die Hinterbliebenen ausgezahlt werden, wenn ein Todesfall eintritt vor Rentenalter. Eine Alternative ist zur Zeit auch die Auszahlung und die Verlagerung seines Lebensmittelpunktes ins Ausland, wo man mit dem Kapital gut leben kann.

Somit verschärft sich das Rentenproblem zunehmend und die Renten der kommenden Generationen scheinen auch nicht gesichert zu sein. Viele junge Leute setzen deshalb schon jetzt auf eine private Vorsorge, wenn sie dazu in der Lage sind. Viele sind aber auch für die Aufrechterhaltung des 3 Säulen Systems und fordern eine Pensionierung mit 67 oder 68 Jahren.

Verfasst von Herbert Weinfeld
Informationen zum Autor

Herbert Weinfeld ist studierter Journalist. Seit 2011 befindet er sich im Ruhestand und schreibt von Zeit zu Zeit u.a. für faire-renten.ch. Schon immer hatte Weinfeld großes Interesse an der Wirtschaft und unserem Rentensystem.