Emfpänger der Invalidenrente müssen zurück an die Arbeit
IV-Rentner, also diejenigen, die ihre Bezüge von der Invalidenversicherung erhalten, müssen sich wieder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen. Dies verlangt die IV-Revision. Ziel ist es, das Wort „Rente“ mit anderen Blickwinkeln zu betrachten. Sie soll nicht mehr als unwiderrufliche Endstation, sondern als vorübergehende Unterstützung angesehen werden.
Um die Sozialausgaben zu reduzieren, bekommt die Invalidenversicherung neue Möglichkeiten ihre 17000 Versicherten wieder in den Arbeitsmarkt zu bringen. Bis 2018 muss dies geschehen sein, pro Jahr also 2800. Das Ziel erweist sich als möglich, da bereits heute – ohne jede Unterstützung – pro Jahr 2300 IV-Rentner zurück ins Arbeitsleben finden. Um die Zahl zu erhöhen, werden sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer Unterstützung erhalten. Firmeninhaber können Zuschüsse bekommen, um die weniger produktiven Einarbeitungszeit auszugleichen. Ebenso erhalten sie die Möglichkeit, IV-Bezieher mehrere Monate lang zu testen. Auf diese Weise soll die Erwerbsunfähigkeit verhindert werden. Etwas, was bei der IV an erster Stelle steht.
Besonders ins Visier aber werden die IV-Rentner geraten, die unter nicht nachvollziehbaren Beschwerden leiden – wie etwa Schleudertrauma. Ob sie die Bezüge wirklich benötigen, wird eingehend analysiert.
Öffentliche Ausschreibungen sollen zusätzliche Hilfsmittel für die Behinderten sorgen. Assistenzbeiträge werden ausgearbeitet, damit eingeschränkte Menschen ihr Leben möglichst unabhängig führen zu können. So sollen die Betroffenen 32,50 Franken pro Stunde bekommen, um ihre Pflege zu bezahlen. Minderjährige können diesen Beitrag nutzen, um die regulären Schulen besuchen zu können. Der Assistenzbeitrag kann auch für besonders eingeschränkte Kinder und Jugendliche verwendet werden, die zu Hause statt in einer speziellen Einrichtung behandelt werden.
Die eben genannten Reformen stellen den ersten Teil der 6. IV-Revision dar. Sie soll die IV um 335 Millionen Franken pro Jahr entlasten. Weitere Teile sind bereits geplant.
