Zweite Säule

Kapitalgedeckte Versicherungen für die berufstätige Bevölkerung

In der Schweiz wird die Vorsorge der Bürger für das Alter, dem Tod und dem Erwerbsausfall auf drei Wege geregelt. Dieses System ist in der Schweiz auch als Drei-Säulen-System bekannt.

In der der zweiten Säule befinden sich Kapital gedeckte Versicherungen für die Berufstätigen. In der zweiten Säule befinden sich viele freiwillige Leistungen des Arbeitgebers, als auch der Arbeitnehmer. Hier findet sich die auch in einigen deutschen Betrieben bekannte Pensionskasse wieder, ebenso wie freiwillige Leistungen zur beruflichen Vorsorge.

Die obligatorische Unfallversicherung
Hierunter fallen alle Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung. In der Schweiz muss jeder Arbeitnehmer durch seinen Arbeitgeber für den Fall eines Unfalls versichert werden. Dies betrifft beispielsweise auch Heimarbeiter, Volontäre und Praktikanten.
Der Arbeitgeber trägt den gesamten Versicherungsbeitrag und ist verpflichtet, seine Arbeitnehmer zu versichern. Er kann den Arbeitnehmeranteil von dessen Lohn abziehen und seine Arbeitnehmer auch bei privaten Anbietern zur Unfallversicherung anmelden.

Die Arbeitslosenversicherung in der Schweiz ist für jeden Arbeitnehmer obligatorisch, Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung.
Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht, wenn man innerhalb von 2 Jahren insgesamt 12 Monate beschäftigt war.
Anspruch hat man dann auf ein so genanntes Tagegeld, das maximal 80% des letzten Gehalts bei Arbeitlosen mit Kindern und 70% bei Arbeitslosen ohne Kinder beträgt.
Gezahlt wird dieses Tagegeld maximal 400 Tage lang während der Arbeitslosigkeit. Arbeitslose über 55 Jahre können das Geld 520 Tage lang beziehen.

Ausnahmen bei der Unfall- und Arbeitslosenversicherung
Ausgenommen bei der Unfall- und Arbeitslosenversicherung sind mitarbeitende Familienangehörigen in der Landwirtschaft Rentner, Staatsbedienstete, Soldaten, selbständige Landwirte und Unternehmer.

Die Krankentagegeldversicherung
Fällt der Arbeitnehmer durch Krankheit aus, zahlt die Krankentagegeldversicherung den Lohnersatz. Diese Versicherung hat zuvor der Arbeitgeber freiwillig abgeschlossen. Nach etwa zwei Jahren übernehmen dann andere Teile des Drei-Säulen-Systems die Versorgung.

Somit werden sowohl der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer in die Pflicht genommen, etwas für die Grundversorgung des Alters und für den Fall einer Berufsunfähigkeit zu tun.